Ausgabe der Wappenbriefe der ersten 5 Jahre PH e.V.

Ihre Fragen zur Heraldik sind hier willkommen
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Moderatoren: Markus, Christian Ader

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Bodin
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Beitrag von Bodin » 15.08.2013, 19:48

Vereine werden in Deutschland bei Gerichten als juristische Person eingetragen und ein zuständiges Finanzamt prüft die steuerlichen Fragen. Es gibt einen befristeten Steuerbescheid: gemeinnützig- Ende dazu.

Es ist nicht zielführend Vereinsinterna mit Vereinsmitgliedern in " fremden " Foren zu diskutieren- zumal der Fragesteller als ehemaliges Vorstandsmitglied umfassende Einblicke hatte und an der Buch-Erarbeitung bis zu einem bestimmten - von ihm so gewünscht- Grade mitgearbeitet hat.
Der Prignitz Herold ist versichert- auch Vermögensschäden. Der Klageweg steht jedem offen.
Es gibt Satzungsaussagen zum Problem und Erklärungen der Stifter sich freiwillig der Satzung der Rolle zu unterwerfen usw.
Ich habe es nicht mehr vor- mich darüber erklärend abzuarbeiten. Der Stifter gab die Einwilligung zu einer Veröffentlichung in der RWP- diese erfolgt. Mehr steht nun leider nicht drinn im Auftrag...mag ein Gericht darüber befinden...

Es ist in meinen Augen mehr als bedenklich, wenn man über Umwegen Geld verdienen möchte- gebt bitte mein Wappen heraus, legt es in Bibl. auf eure Kosten aus und gebt mir noch Geld dazu- Unsinn.
Ingo

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Bodin
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Beitrag von Bodin » 15.08.2013, 20:02

Ein Rat zur Güte- mal vor Klageerhebung die Satzung des Vereins lesen. Das Mitglied Andreas Janka(" Sondermitglied- ohne Beitragzahlpflicht mit allen Rechten) wirkte etwas dabei mit und dürfte diese haben- sonst beim Gericht Neuruppin nachfragen.

Der PH könnte laut dieser, so gar die RWP mit Gewinn verkaufen- was wir ja möchten usw.
Einen kleinen Einblick gibt schon die Formulierung aller Wappenbriefe...der Stifter erkennt an- kann man schön in der Vorschau nachlesen... leider vergessen dies hier einige, die diese Erklärung abgaben. Denn diese war laut Notarunterschrift eben Voraussetzung für den Vertrag mit PH e.V.

Nun reicht es mir heute Abend- gute Nacht
Ingo Bodin

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Berlingo
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Beitrag von Berlingo » 15.08.2013, 23:41

Bodin hat geschrieben:Ein Rat zur Güte- mal vor Klageerhebung die Satzung des Vereins lesen. Das Mitglied Andreas Janka(" Sondermitglied- ohne Beitragzahlpflicht mit allen Rechten) wirkte etwas dabei mit und dürfte diese haben- sonst beim Gericht Neuruppin nachfragen.

Der PH könnte laut dieser, so gar die RWP mit Gewinn verkaufen- was wir ja möchten usw. Einen kleinen Einblick gibt schon die Formulierung aller Wappenbriefe...der Stifter erkennt an- kann man schön in der Vorschau nachlesen... leider vergessen dies hier einige, die diese Erklärung abgaben. Denn diese war laut Notarunterschrift eben Voraussetzung für den Vertrag mit PH e.V.
Nun reicht es mir heute Abend- gute Nacht
Ingo Bodin
Alles schön und gut ... aber wieder komplett an der Sache vobei. Tatsache ist: Der PH hat gar keine Wappenrolle in Buchform herausgegeben, die er mit Gewinn verkaufen könnte! Lediglich ein Privatmann Hr. Reimann gibt ein Sammelwerk mit Wappen heraus, das den Titel RWP trägt ... (Zitat Bodin an an anderer Stelle: "Achim ist der Herausgeber (...) der Verein kaufte nur ..."). Yep, die Wappenstifter haben gegenüber dem PH eine Erklärung abgegeben -- aber nicht gegenüber einem Herausgeber Hr. Reimann! Einfach mal beim Notar nachfragen. Abgesehen davon, haben der Wortlaut der Erklärung und die PH-Wappensatzung gar nichts mit der Einräumung von Nutzungsrechten an Wappen gegenüber Dritten zu tun. Und falls man vergessen hat, was in der Satzung klipp und klar drinsteht, zitiere ich es mal:

In den in den Vorbemerkungen Wappensatzung:
"(..) Herausgeber der RWP ist der Prignitz Herold e. V. ..." --
In der Satzung, § 24 Aufgaben des Redaktionskollegiums:
(..) Herausgeber aller Schriften ist immer der Verein. Die Herstellung und der Verkauf der Wappenrolle im steuerlichen Sinne ist ein Zweckbetrieb (..) " --

Der Prignitz Herold, so steht es in der Satzung, der ist der Herausgeber der PH-Wappenrolle -- nicht der Kanzler des Vereins oder ein Privatmann, der womöglich -- ich wiederhole mich -- ohne Rechtinhaber zu sein, Wappen in einem Sammelwerk veröffentlicht. Wenn Hr. Reimann der Hrgs. der RWP sein sollte, verstößt dies womöglich gegen die eigene Satzung des PH, in der steht, daß der Verein PH immer der Herausgeber aller Schriften ist.

In diesem Zusammenhang ganz interessant, § 4 Mittelverwendung der Körperschaft: "(..) Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. (..) " --

Aber ich gebe es auf. Ein klares Ja oder Nein ist wohl zu viel verlangt. Vorschlag zur Güte: Wir beenden das nicht an Lösungen interessierte Rumeiern. Andere scheint es ja auch schon zu nerven. Ich wünsche allen, insbesondere aber Dir, Ingo, eine gute Nacht. Thema an dieser Stelle für mich erledigt.

1001 Grüße

P. S.:
Mir ein Rätsel, wie man im Falle Bodin ./. Walser Uradel Kulturverein zum Mittel der Anzeige greift, aber im Falle eines RWP-Sammelwerks -- womöglich mit christlich-ideologisch angehauchten Beiträgen im Almanachteil -- den Stiftern im Grunde etwas andere "empfiehlt".

P. P. S.:
@Simplicius
Natürlich kann man die Beiträge oben mit Worten wie "kindisch", "naiv", "realitätsfern", "bedeutungsschwanger", "Internetfehde", "Animositäten" ... und so weiter kommentieren. Mich erinnern solche "klugen" Worte, die im übrigen selten viel zur Sache beitragen, immer daran, daß mit Sicherheit jedes Tun der Menschen "kindisch", "naiv" und so weiter zu nennen ist, in Anbetracht der Tatsache, daß in 4,5 Milliiarden Jahren die Erde untergeht -- und damit alles, was die Menschen bis dahin so wichtig genommen haben inkl. dem kompletten Wappenwesen. :wink:
Zuletzt geändert von Berlingo am 16.08.2013, 02:28, insgesamt 5-mal geändert.

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Schwabsen
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Beitrag von Schwabsen » 15.08.2013, 23:52

Moin Andreas,
so wie Ingo schon schrieb, hast Du genau gewusst was kommt wenn das Buch des PH herausgebracht wird und auch das Achim sich um die Herausgabe bemüht. Der Verein hat einen Verlag beauftragt das Buch zu Drucken, zu binden und auch die "Vermarktungsrechte" an diesen übertragen. Ob der Verlag nun Degner heißt oder Reimann... was spielt das für eine Rolle?
Fakt ist der PH führt die RWP das von Achim herausgegebene Buch beinhaltet diese. Laut Beschluss des Vorstandes übernimmt Achim als Kanzler den Druck und die Herausgabe des Buches. Das Recht der Wappenabbildungen bleibt also beim PH. Das Recht am Buch hat Achim als Herausgeber. Punkt!!! nicht mehr und nicht weniger. Mit Abgabe des Antrages auf Eintragung in die RWP hast du dafür deinen Wilhelm darunter gesetzt. Oder hast Du die Satzung nicht gelesen?
Also mal eine ganz banale Frage: " Was will uns deine Werbesendung sagen"????? Wir sollen Alle an einem Strang ziehen...aber bitte nur mit einer Hand damit wir die andere zum schleudern von Steinen frei haben??
LG Sven
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Vorstand des Prignitz Herold e.V. 8)

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Berlingo
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Beitrag von Berlingo » 16.08.2013, 01:09

Schwabsen hat geschrieben:Moin Andreas,
(..) Achim sich um die Herausgabe bemüht.
(..) das von Achim herausgegebene Buch beinhaltet diese.
Laut Beschluss des Vorstandes übernimmt Achim als Kanzler den Druck und die Herausgabe des Buches.
(..) Achim als Herausgeber. Punkt!!!

Oder hast Du die Satzung nicht gelesen?
Die Satzung habe ich oben zitiert:

"(..) Herausgeber der RWP ist der Prignitz Herold e. V. ..." --
(..) Herausgeber aller Schriften ist immer der Verein. (..) " --

Und jetzt Schluß. Bitte um euretwillen keine persönliche Anrede mehr, Sven, an meine Adresse in diesem Faden, da ich sie nicht beantworten werde. Ich schrieb doch oben, einen Beitrag vor Dir: Ich bin raus. :roll:

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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 16.08.2013, 09:52

hm ...
Dieser Faden zeigt die Probleme auf, die mit der "Veröffentlichung" einer Druckausgabe einhergehen können.
Ein Problem, welches alle Vereine treffen kann, wenn nicht exakt alle Punkte in den jeweiligen Satzungen der einzelnen Vereine festgelegt werden.
Diese Diskussion zeigt doch deutlich auf, welche Fragen, in der jeweiligen Interpretation der Satzungen, zu Streitpunkten führen kann.
Natürlich ist dies eine Angelegenheit unseres
Nachbar-Forum "GwF", betrifft in der Problematik der Satzungs-Regelung, wohl so manchen Verein.
Es ist daher durchaus Anerkennungswert, wenn dies hier im Forum von "HiN" so frei und offen diskutiert wird. :!:
Eine Klärung des Sachverhalts, warum und weswegen, werden wir hier wohl nicht klären können.
Mein Dank an alle . :lol:

Insbesonders sind solch "geschwafelten" Beiträge wie der des "Studenten :?: Simplicius" wenig hilfreich. :(
www.Wappen-Billet.de
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Bodin
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Beitrag von Bodin » 16.08.2013, 10:31

Gesetze, Satzungen usw. werden immer ausgelegt werden- sonst hätte ja RA und Gerichte keine Kunden...
Jedoch dürfte man immer nach dem Sinn des Streites fragen- Vereinsmitglieder untereinander oder ein Mitglied gegen seinen Verein. Ein " normaler 2 Stifter wird sich über das Buch ausgelegt in seiner Landesbibl. freuen...
Ingo

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Simplicius
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Beitrag von Simplicius » 20.08.2013, 17:14

Hilfreich soll meine Einlassung weiter oben schon gemeint sein, auch wenn es mancher auf den ersten Blick nicht erkennen möchte. Mit Ironie lässt sich eben auch etwas zuspitzen.

Was ich hier schreibe resultiert aus einer ganzen Reihe von Beobachtungen, schon über einige Jahre hinweg, zu denen der Auszug der eingangs vorgestellten „Wappenrolle“ ganz gut passt, als auch verschiedene Äußerungen in diesem und anderen Fäden. Zunächst empfinde ich nämlich ein Missverhältnis oder einen Widerspruch zwischen dem, was in den Foren, und übrigens auch durch diverse kommerzielle Hersteller, an Wappendarstellungen als auch an Herleitungen hervorgebracht und angepriesen wird, wobei man das durchaus nuancieren könnte, - und dem, was um diesen Bilderreigen für ein „Wind“ gemacht wird. Vielen Mitlesern (die sich hier noch nicht einmal selbst äußern müssen), muss es doch merkwürdig, ja geradezu grotesk vorkommen, bspw. wenn permanent für jegliche neue Kreation auf einen Eintrag in eine Wappenrollen gedrängt wird, nur aus dem Grunde, dass sich so „Rechtssicherheit“ herstellen ließe. Sehr hoch hängt man weiterhin so genannte „heraldische Kultur“, wie man das bezeichnet, die angeblich nur durch Vereine gesichert sei, - und mittlerweile hat man gar die Globalisierung als „Feind der Heraldik“ ausgemacht, wie man in anderen Fäden zu berichten wusste. - (ironisch) Eine „Feststellung“, die logischerweise irgendwann gefolgert werden musste, denn es wurden ja auch schon Bücher geschrieben, deren Autoren uns bereits versicherten, wir würden uns „abschaffen“, - warum also sollte nicht auch die Heraldik betroffen sein?! (Ironie Ende) Übrigens operierte man auch im besagten Buch mit dem Begriff „Wissenschaft“, - zu Unrecht, wie sich erweisen sollte.


Zugegeben, so ein Wappen ist natürlich in erster Linie die Angelegenheit eines jeden selbst. Allerdings wenden sich Foren, Wappenhersteller und diverse Vereine auch an ein Publikum und erzeugen dort in meinen Augen ein verzerrtes Bild zum Thema. Sie bewegen ja ua. auch die Menschen dazu, bestimmte Schritte zu machen, die dann nicht zuletzt vergütet werden sollen. „Recht“ und „Rechtsschutz“ wiegen da wohl ziemlich schwer, wie man erkennen muss, die in einem sogenannten „Angebotspaket“ u.U. mit drinnen stecken. Sie generieren wohl auch Bereitschaft etwas mehr auszugeben als für das bloße Bild. Dessen Aussehen und die Begründung für die Motivwahl aber, geraten dem gegenüber merkwürdig in den Hintergrund.

An der Stelle etwas zum Begriff „Wissenschaft“. Der wird oft strapaziert. Richtig ist, dass Heraldik z.B. neben Sphragistik und Numismatik auch eine Historische Hilfswissenschaft darstellt, also eigentlich eine Grundwissenschaft, die z.B. über alte Urkunden aber auch Kunstobjekte zusätzlichen Aufschluss geben kann. Das heißt, es geht hier keineswegs um die Neuerstellung irgendwelcher Wappen, mit denen man heute seine „Identität“ manifestieren, den Stammbaum, die Homepage oder den Firmenwagen schmücken, oder eine „Gemeinschaft“ erzeugen möchte. Man hat sogar das Gefühl, es wird bewusst mit dem Begriff “Wissenschaft“ gespielt, um „Wertigkeit“ und „Kompetenz“ zu suggerieren, - und natürlich wird das auch unhinterfragt weitergetragen, schon seit Jahren. Die Vernetzung dient dabei als Katalysator, erreicht zwar nur ein bestimmtes Klientel, genauso wie es auch nur ein bestimmter, ich möchte fast sagen „charakteristischer“ Personenkreis ist, der hier den Menschen etwas vorführt. Ich glaube sogar, manchem Protagonisten ist das gar nicht bewusst. An der Stelle möchte ich auf die Frage in meinem ersten Beitrag hier oben zurückkommen, die ich vielleicht nicht richtig formuliert hatte. In dem Auszug der Wappenrolle des Prignitz-Herold steht im Vorsatz,
Prignitz Herold e.V.
Als gemeinnützig und wissenschaftlich
förderungswürdig anerkannt.
Mich interessierte konkret, warum der Verein als “wissenschaftlich förderungswürdig“ anerkannt wurde. Man könnte natürlich noch hinzusetzen, was dabei „wissenschaftlich“ gefördert werden soll, und wie das eigentlich ein Finanzamt beurteilen konnte, das ja die Gemeinnützigkeit anerkennen muss. - Habe aber mittlerweile selbst noch etwas gelesen. So schreiben die Autoren der Wikipedia, dass ua. Gemeinnützigkeit bestehe, wenn ein Verein die Förderung von Wissenschaft und Forschung zum Ziel habe, was aber in meinen Augen eine andere Aussage ist, als die etwas unglücklich formulierte im Vorsatz der Wappenrolle. Der Verein wird also vielmehr als gemeinnützig anerkannt, weil ihm zuerkannt wurde, er würde Wissenschaft und Forschung fördern. – Und hier müsste ich meine Frage eben abändern, die dann lauten würde, was ist das denn für eine „Wissenschaft“ und was für eine „Forschung“, die bspw. in der Wappenrolle deutlich wird? (Ich verstehe es jedenfalls so, dass das für die Wappenrolle in Anspruch genommen wird.)
  • (Man muss übrigens kein Student sein, um einen Überblick darüber zu haben, was an einer Universitätsbibliothek so ungefähr zu haben ist. Der “Student“ in Billets letztem Beitrag, hier oben, ist lediglich ein Kunstgriff und sollte wohl in Verbindung mit „geschwafelten Beiträgen“ diskreditierend verstanden werden.) Worauf die Moderation aber nicht reagierte.
Aber zurück zur Vereinsarbeit, zu der man auf der Webseite entnehmen kann,
:arrow: Wir planen für 2013 die Herausgabe eines Buches, Arbeitstitel: “Lebendige Heraldik und Genealogie, Roland Wappenrolle Perleberg Band 1” Die Rohfassung (+ ca. 70 Wappeneintragungen) sind fertig.

:arrow: Der Prignitz Herold e.V. hat sich die Erforschung des regionalen Wappenwesens und die damit verbundene Geschichte der Prignitz zum Ziel gesetzt.

Prignitz Herold e.V.
Meiner Ansicht nach bleiben das aber trotzdem zwei Paar Schuhe, und somit ist ein Außenstehender immer noch im Unklaren, worin die Vereinsarbeit eigentlich besteht. Mir geht es jedenfalls so, dass ich in diesem ganzen „privaten Bilderreigen“ aus Internetforen oder kommerziellen Wappenschmieden, geschaffen in den letzten 10 Jahren, nicht viel „Gemeinnütziges“ erkennen kann. Wenn aber die „Erforschung des regionalen Wappenwesens, und die damit verbundene Geschichte der Prignitz“, wie es heißt, bedeuten würde, dass es hier um Wappen gehen würde, die eine gewisse geschichtliche Relevanz oder Bedeutung besitzen, sich evtl. an diversen Bürgerhäusern, oder etwa in den Glasfenstern des Doms zu Havelberg befinden etc., und somit Aussagen über die Bauwerke, ihre Stifter/Geldgeber wie ihre Geschichte überhaupt zulassen, dann wäre die „Gemeinnützigkeit“ nachvollziehbar. (Dessen ungeachtet gibt es aber bereits eine Reihe von Arbeiten, schon seit dem 19.Jh., zu diversen herald. Darstellungen, ob auf Siegeln, Denkmälern und Glasfenstern etc.)

Ein gewisses Befremden will ich aber gar nicht allein auf den Prignitz-Herold e.V. beziehen, sondern auch auf andere Vereine, die im Web permanent durch diverse Mitglieder als Maßgabe vorgehalten werden. Hier lohnte sich aber ein kritischer Blick. Man braucht bspw. gar kein Heraldiker sein, um etwa die Stilproben von der Webseite eines Wappenlöwen differenziert betrachten zu können. Ich frage mich dann schon, was ist dort eigentlich das Ziel der Vereins-Arbeit. …



Ich würde mich freuen, wenn einmal ein paar Mitleser ihre Gedanken dazu äußern würden.


Viele Grüße

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Beitrag von Markus » 20.08.2013, 20:04

Achtung! Es folgt die Reaktion der Moderation:

Beim ersten Lesen erinnerte der letzte Beitrag die Moderation an die Predigt vom Sonntag. Der Pfarrer begann bei Adam und Eva und hörte bei der Apostelgeschichte auf. Ein weites Feld mit vielen verschlüsselten Botschaften. :wink:

Beim zweiten Lesen konnte die Moderation nur einen Punkt entdecken, auf den sie in aller gebotenen Kürze eingehen will. Der Verfasser spricht da von geschichtsrelevanten Wappen an Bürgerhäusern, Kirchen etc. und erweckt damit den Eindruck einer gewissen Wertigkeit unter den Wappen, mit deren entsprechend selektierter Beschäftigung sich dann die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit rechtfertigen ließe. Diese Unterscheidung, quasi eine Kastenbildung innerhalb der Wappen, nach Alter, Rang der Träger oder das Erscheinen an prägnanten Gebäuden, ist nach Ansicht der Moderation unheraldisch und nicht statthaft.

Zu einer dritten Lesung war die Moderation nicht geneigt.
Heraldische Grüße
Markus

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Bodin
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Beitrag von Bodin » 21.08.2013, 07:43

Über den Aspekt der steuerlichen Bevorteilung kann im Zusammenhang mit unserem Steuerrecht unendlich gestritten werden. Von der Solarförderung bis zum Briefmarkenverein...Ein Heraldikverein nimmt sich, ohne auf einzelne Punkte der jeweiligen Satzungen verschiedenster Vereine( Löwe, Kleeblatt, Herold) einzugehen, vom Grundsatz her schon, einer sehr sehr langen Tradition an:

Der freien Wappenannahme.

Das Führen von Wappen hat in unserem Kulturkreis eine Tradition. Neue und alt geführte Wappen gegenüber zustellen, im Sinne einer wissenschaftlichen Betrachtung, warum nicht.

Davon eine Wertigkeit abzuleiten?
Mir nicht klar.

Ein Verein wirkt oft über das Umfeld- in meinem Wohnort Breese in der Prignitz, sind 3 Vereinsmitglieder zu Hause und seit " kurzem " führt die Gemeinde Breese ein Wappen- ein Ort mit über 1000 Einwohner. Der Anteil der " Vereinsfreunde" wuchs im Ort- die Identität der Einwohner zum Ort nahm zu- Teilnahme an der Grünen Woche mit Flagge und Wappen usw. Ohne uns, hätte die Begeisterung für ein Wappen Breese nicht entfacht werden können- nun kann man den Breesern zu rufen: ein Dorf und Deutschland hat rund 81 Mill.Einwohner...ein Witz. Nun gut, wir leben hier und freuen uns am Ortswappen, der Feuerwehr -ich bin Dorfbewohner!

http://de.wikipedia.org/wiki/Breese

Das Wappen wurde auf Initiative des Prignitz-Herold e. V. von dessen Mitgliedern und der Gemeinschaft wappenführender Familien entworfen und von Sven Schwab für die Gemeinde gestaltet." Diese Aussage stimmt!
"
Man lese den Abschnitt zum Wappen mal bei Interesse!

In diesem Sinne fasse ich gemeinnützig auch- der Steuervorteil bringt in der Vereinskasse nur etwas bei Werbung von Spendenbeiträgen- auch diese halten sich noch in Grenzen...In diesem Sinne sollte in einem Heraldikforum für die Tradition Wappenannahme geworben werden und für die Erhaltung alter Wappen an Häusern...Ingo Bodin aus dem Nationalpark

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Simplicius
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Beitrag von Simplicius » 21.08.2013, 18:08

Bodin hat geschrieben:Über den Aspekt der steuerlichen Bevorteilung kann im Zusammenhang mit unserem Steuerrecht unendlich gestritten werden. Von der Solarförderung bis zum Briefmarkenverein...Ein Heraldikverein nimmt sich, ohne auf einzelne Punkte der jeweiligen Satzungen verschiedenster Vereine( Löwe, Kleeblatt, Herold) einzugehen, vom Grundsatz her schon, einer sehr sehr langen Tradition an:

Der freien Wappenannahme.

Das Führen von Wappen hat in unserem Kulturkreis eine Tradition. Neue und alt geführte Wappen gegenüber zustellen, im Sinne einer wissenschaftlichen Betrachtung, warum nicht.

Davon eine Wertigkeit abzuleiten?
Mir nicht klar.
@Bodin, wenn Sie sachlich darauf eingehen möchten, dürfen Sie sich nicht durch dritte beeinflussen lassen. Weil ja Markus mehr oder weniger die Leute hier unterstützt, denen die kritischen Fragen gelten, darf man von dieser Seite Neutralität oder Sachlichkeit scheinbar nicht erwarten, wie sich zeigt.
  • (Das Wort „Wertigkeit“ trifft es nämlich nicht ganz, und habe es oben auch deshalb nicht gebraucht. Es wurde von ihrem Vorredner ins Spiel gebracht, um den Grundgedanken meines Beitrags zu verunklaren, bzw. um ein bisschen zu skandalisieren, wohl um ablehnende Statements zu generieren.) Wohl aber muss man einsehen, dass die neu erschaffenen Personenwappen wohl kaum so von öffentlichem Interesse sein werden, wie diejenigen, die mit den Orten und der Landschaft seit langer Zeit verbunden sind, bzw. in der Diplomatik auftauchen.
Der Verein wurde als gemeinnützig anerkannt, weil er die Förderung von Wissenschaft und Forschung zum Ziel habe. Meine Frage war, ich wiederhole mich, welche Wissenschaft und welche Forschung denn gefördert würden, und wollte das eben einmal etwas genauer zu erklärt haben. Ein Artikel zu den Historischen Hilfswissenschaften hatte ich oben verlinkt, dessen Inhalt wurde bis jetzt ignoriert. Es gab zudem an keiner Stelle den Vorschlag, “neue und alt geführte Wappen gegenüber zustellen“. - Welcher Erkenntnisgewinn bestünde darin, die offensichtlichen Unterschiede zu erörtern?

Sie schreiben aber etwas von “freier Wappenannahme“, und “langer Tradition“. Zunächst war das zu keiner Zeit so inflationär, wie das heute dargestellt wird, und es hat doch auch vordergründig nichts mit dem zutun, für das der Verein als gemeinnützig anerkannt wurde, denke ich, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie es auf der Homepage oder in der Wappenrolle steht. (also „Wissenschaft und Forschung“) Gemeinnützigkeit wird aber vermutlich schon dann anerkannt, wenn es um den nur schwer abgrenzbaren Begriff „Kultur“ geht, oder wenn lediglich „Geselligkeit“ in irgendeiner Weise das Ziel der Vereinsarbeit wäre. – Dann, finde ich, sollte man das aber auch so offiziell darstellen. Hier oben klang das ja bereits bei Ihnen an.

Trotzdem finde ich es nicht richtig, wie mittlerweile Einfluss genommen wird. Wieso kann man sich nicht eingestehen, dass wir es hier mit „interessierten Laien“ zu tun haben, wie man das eigentlich nennen würde? Das muss nicht unbedingt eine Abwertung bedeuten, allerdings sieht man es doch den Ergebnissen und auch den theoretischen Erörterungen dazu an, z.B. auch dem neuen Wappen von Breese. Mir geht es auch nicht vornehmlich darum, ob Steuervorteile in Anspruch genommen werden, das ist mir eigentlich egal. Ich habe nur den Eindruck, dass man sich auch von offizieller Seite über die Arbeit täuschen lässt.


Gruß

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Frank Martinoff
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Beitrag von Frank Martinoff » 21.08.2013, 19:18

Nun ja Definition von "Wissenschaft"
(ob man dem jetzt zustimmt oder nicht)

Zitat Wiki:
"""Wissenschaft ist die Erweiterung des Wissens durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche, historische und institutionelle Rahmen, in dem dies organisiert betrieben wird, sowie die Gesamtheit des so erworbenen Wissens. Forschung ist die methodische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie ihre systematische Dokumentation und Veröffentlichung in Form von wissenschaftlichen Arbeiten. Lehre ist die Weitergabe der Grundlagen des wissenschaftlichen Forschens und die Vermittlung eines Überblicks über das Wissen eines Forschungsfelds (den sogenannten aktuellen Stand der Forschung)."""

http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft


in Bezug auf "gemeinnuetzig"

http://www.google.com/#fp=c424462e2f18b ... htenverein


...aber ich unterstelle Ihnen, dass Sie "helle genug" sind
um sich diese doch "negativ provozierenden" Fragen
selbst zu beantworten :!:

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Jochen
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Beitrag von Jochen » 21.08.2013, 21:40

Simplicius hat geschrieben:Weil ja Markus mehr oder weniger die Leute hier unterstützt, denen die kritischen Fragen gelten, darf man von dieser Seite Neutralität oder Sachlichkeit scheinbar nicht erwarten, wie sich zeigt.
Simplicius, bedenken Sie bitte, es gibt nicht nur Wahrheit, es gibt vor allen Dingen Wahrheiten, manchmal objektive, meistens subjektive, und oftmals auch Un-.

Und meinen Sie jetzt wirklich "scheinbar" oder doch eher "anscheinend"? Ich frage nur, weil diese beiden Begriffe gerne oft verwechselt werden.
Alles Gute all jenen, die Gutes im Schilde führen !

jochen

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Beitrag von Bodin » 22.08.2013, 11:45

Die Fragestellung : Kann ein Heraldikverein zur Wissenschaftsentwicklung beitragen, ist durchaus berechtigt zu stellen. Nur die Antworten werden verschieden seien müssen- Jeder tritt vordergründig für seinen Verein an und hält in für das "Höchste"...

Der PH e.V. ist aus einer Unterrichtsprojektarbeit der Fachgruppe Bau- Denkmaltechniker- Fachhochschulreife - entstanden. Schwerpunkt war deshalb natürlich die Vermittlung von Wissen und eben nicht die Forschung... später erweiterte sich der Mitgliederkreis und zur Bewahrung von Kulturgut- Bestandsaufnahme wurde etwa - ich betone etwas geschafft.

Der Verein ist seit 5 Jahren ein rechtsfähiges Gebilde.
Man darf nicht zuviel erwarten- Laien sind wir alle... auf bestimmten Fachgebieten...

In den neuen Ländern- auch so eine eigenartige Wortschöpfung- gibt es zwei Vereine: den Schwarzen Löwen- eine Gründung aus der DDR Zeit und uns seit 2008.

http://www.schwarzerloewe-leipzig.de/


Der Herold Berlin kommt aus Berlin usw.demnach ist der heraldische Gedanke in diesem Gebiet Deutschlands relativ neu... Über Begriffe kann man endlos streiten- unsere Mitglieder können sich und ihren Beitrag wohl recht gut einschätzen.

Ein Hinweis von außen, kann durchaus weiterhelfen- in diesem Sinne: DANKE

Grüße aus der Prignitz
Bodin

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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 03.09.2013, 11:05

@ Simplicius

Betr.: Ihr Beitrag vom 2008.13 13,14Uhr

Auszug :
..... "An der Stelle etwas zum Begriff „Wissenschaft“. Der wird oft strapaziert. Richtig ist, dass Heraldik z.B. neben Sphragistik und Numismatik auch eine Historische Hilfswissenschaft darstellt, also eigentlich eine Grundwissenschaft, die z.B. über alte Urkunden aber auch Kunstobjekte zusätzlichen Aufschluss geben kann. Das heißt, es geht hier keineswegs um die Neuerstellung irgendwelcher Wappen, mit denen man heute seine „Identität“ manifestieren, den Stammbaum, die Homepage oder den Firmenwagen schmücken, oder eine „Gemeinschaft“ erzeugen möchte. Man hat sogar das Gefühl, es wird bewusst mit dem Begriff “Wissenschaft“ gespielt, um „Wertigkeit“ und „Kompetenz“ zu suggerieren, - und natürlich wird das auch unhinterfragt weitergetragen, schon seit Jahren. Die Vernetzung dient dabei als Katalysator, erreicht zwar nur ein bestimmtes Klientel, genauso wie es auch nur ein bestimmter, ich möchte fast sagen „charakteristischer“ Personenkreis ist, der hier den Menschen etwas vorführt. Ich glaube sogar, manchem Protagonisten ist das gar nicht bewusst. " ....

Zu Ihren oben angeführten vorschnellen kritischen Anmerkungen, hier ein kleiner dezenter Hinweis, zu einer der vom heraldischen Verein "Wappen-Löwe e.V." herausgegebenen Veröffentlichungen.:

In Bezug zu "Wissenschaftlichen Arbeiten":
Lesen Sie:
Bd. 18 (Sonderband) des
heraldischen Verein "Wappen-Löwe e.V."
ISSN0931-5667

Einen weiteren Kommentar zu Ihren Ausführungen erspare ich mir. :lol:
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M.d.MWH.
M.d.H.

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