Die Familie v. Fischer-Treuenfeld

Hier ist der richtige Ort, um über Stammbäume und die Herkunft von Namen zu diskutieren
This is the location to discuss family trees and the origin of names

Moderator: Christian Ader

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Joachim v. Roy
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Die Familie v. Fischer-Treuenfeld

Beitrag von Joachim v. Roy » 25.02.2013, 18:07

Zu dieser Anfrage
http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=83211
darf angemerkt werden:

Die Stammreihe und die ältere Genealogie der - ursprünglich im Harz beheimateten - Familie v. Fischer-Treuenfeld wurde im „Gothaischen Genealogischen Taschenbuch der Briefadeligen Häuser“, 6. Jg., Gotha 1912, veröffentlicht. Zuletzt erschien die Genealogie des Geschlechts im „Gotha“ von 1940. Empfehlenswert dürfte die „Genealogie derer v. Fischer-Treuenfeld“ sein, welche Philipp v. Fischer-Treuenfeld 1902 in Freiburg i.Br. herausgab.

Im übrigen führte die Familie nie den Namen „Fischer v. Treuenfeld“ !! Auch dürfte es nie eine „nicht mehr adelige Linie der Familie“ gegeben haben !!

Freundliche Grüße vom Rhein

Joachim v. Roy
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Beitrag von Joachim v. Roy » 26.02.2013, 16:11

Nachtrag

Allgemein bekannt ist, daß der alte „Gotha“ sowohl unvollständig als auch fehlerhaft war !!

Im vorliegenden Fall erhielten DANIEL v. FISCHER (1735-1791), Königl. preuß. Kriegs-, Domänen- und Forstrat, Herr auf Neinstedt und Finerode, und seine 3 Brüder FRANZ (1733-1790), Pfarrer zu Hornhausen, CHRISTIAN (1734-1791), Königl. preuß. Justizamtmann und Kommissionsrat sowie Herr auf Weverlingen, und EBERHARD (1742-1798), Dr. med., Königl. preuß. Hofrat, auch Ratsherr in Aschersleben, durch Allerhöchste Kabinettordre vom 3. Nov. 1 7 8 9 eine preußische Anerkennung ihres Adelsstandes.

Im „Gotha“ von 1912 werden zwar KARL ERNST v. FISCHER (* Weverlingen 1769, + Stettin 1824), Königl. preuß. Oberlandesgerichtsrat in Stettin, und seine Kinder, nicht jedoch sein B r u d e r DANIEL (1770-1824), Herr auf Weverlingen, genannt. Da aber sowohl KARL ERNST als auch DANIEL Söhne des vorstehend genannten - 1789 geadelten - CHRISTIAN (1734-1791) waren, so waren auch DANIEL (1770-1824) und seine ehelichen Nachfahren dem A d e l zuzurechnen (es sei denn, daß DANIEL unehelich geboren war oder daß man ihm den Adel per Gerichtsbeschluß aberkannt hatte, was aber wohl kaum zu vermuten ist).

Wie dem auch sei: die Auffassung, daß der - im „Gotha“ nicht erwähnte – DANIEL (1770-1824) eine „nicht mehr adelige Linie der Familie“ begründete, läßt sich nicht vertreten.

MfG

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