Wappenvarianten v. Stralendorff [Stralendorf, Stralendorpe]

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RobertK.
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Wappenvarianten v. Stralendorff [Stralendorf, Stralendorpe]

Beitrag von RobertK. » 19.12.2020, 15:11

Hallo in die Runde,

Herr v. Roy erwähnte im Genealogie-Forum, dass sich die Darstellungen, bzw. Blasons der Stralendorff-Wappen zwischen dem Siebmacher I. und dem Adelslexikon unterscheiden. Diese beiden Ausführungen sind aber nicht das Ende der Fahnenstange. Eine kurze Recherche in den Siebmacher-Werken, im Netz und bei den eigenen Fotos ergab, dass es mindestens sieben Varianten gibt. Welches nun die „richtigste“ ist..wer weiß das schon:-) Die häufigste ist jedenfalls Variante C.

Hier die Varianten:
Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 7 (Ergänzungen), 3. Abt., d:
Abgestorbener Preußischer Adel, Provinz Sachsen, mit Ausschluß der Altmark. Supplement, Nürnberg 1900, Tafel 24
Variante A:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: aufgerichteter Pfeil.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 5. Abt.:
Der abgestorbene Adel der Provinz und Mark Brandenburg, Nürnberg 1880, Tafel 56
Variante B:
Schild: gespalten; vorne drei schräglinks gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 2:
Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute. Nachträge und Verbesserungen, Nürnberg 1906 , Tafel 146
Variante C:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 6. Abt.:
Der blühende Adel der Grossherzogthümer Mecklenburg (Schwerin und Strelitz), Nürnberg 1858, Tafel 18
Variante C:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 4 (Habsburgermonarchie), 10. Abt.:
Der Mährische Adel, Nürnberg 1899, Tafel 110
Variante C:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 13. Abt.:
Ausgestorbener Adel der Fürstenthümer Schwarzburg, zugleich als Entwurf eines Lexicons des früheren Schwarzenburgischen Adels, Nürnberg 1908, Tafel 20
Variante C:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 12. Abt.:
Ausgestorbener Adel der sächsischen Herzogthümer, Nürnberg 1907, Tafel 68
Variante C:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen zwei Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze eine mit drei Pfauenfedern besteckte Krone.
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Johann Siebmachers allgemeines großes und vollständiges Wappenbuch, 1. Teil, 12. Ausgabe, Nürnberg 1772, Tafel 172
Variante D:
Schild: gespalten; vorne zwei Räder, hinten drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander; HZ: Zwei Pfauenbüsche.
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Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 6. Abt.:
Der blühende Adel der Grossherzogthümer Mecklenburg (Schwerin und Strelitz), Nürnberg 1858, Tafel 18
Variante D:
Schild: gespalten; vorne zwei Räder, hinten drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander; HZ: Zwei Pfauenbüsche.
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Nicht im Siebmacher vertreten ist diese Variante E, die im Dom zu Schwerin als Bleiverglasung und auf dem Epitaph von Elisabeth von Lepel und Hartwig von Parkentin im Dom zu Ratzeburg zu sehen ist:
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Zwischen vier Pfauenfedern ein senkrechter Pfeil.

Eine weitere Variante an der Kanzel im Ratzeburger Dom zeigt Variante F:
Schild: gespalten; vorne ein an den Spalt gelegtes halbes Rad, hinten drei nach links fliegende Pfeile übereinander; HZ: Nicht vorhanden.

Variante G (Münchener Kalender 1934 von Otto Hupp):
Schild: gespalten; vorne drei schrägrechts gelegte silberne Pfeile übereinander, hinten ein an den Spalt gelegtes halbes Rad; HZ: Ein senkrechter Pfeil, auf der Spitze mit einem Pfauenfedernbusch besteckt.

Wer weitere kennt: Immer her damit.

Beste Grüße
Robert

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