Familienwappen mütterlicherseits

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kalex1946
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von kalex1946 » 11.09.2020, 21:00

Hallo in die Runde,

Mit Verlaub und Dank an Robert, Dirk, Rheinländer, Gerd and GM für die tollen Ideen und Arbeit hier für den Themenstarter ein Vergleich der beiden, zuletzt zur Debatte stehenenden als Vollwappen

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Gruß aus South Carolina
Kurt
Zuletzt geändert von kalex1946 am 12.09.2020, 01:39, insgesamt 4-mal geändert.

makue
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von makue » 11.09.2020, 21:41

Guten Abend zusammen,
vielen Dank für diesen weiteren tollen Entwurf, der mir auch sehr gut gefällt. Da ich ein großer Freund von Symmetrie kommt dieser Entwurf auch zu den Favoriten. Ich werde mich wohl zwischen diesem und dem ganz zu Anfang vorgeschlagenen Entwurf von Rheinländer mit dem Ross entscheiden. Jedoch sollte dieser Entwurf dann auch vier rote Balken aufweisen.

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Berlingo
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Berlingo » 11.09.2020, 22:52

makue hat geschrieben:
11.09.2020, 21:41
(..) mit dem Ross
Nur eine kleine Bemerkung am Rande: Ein Ross darf in der Heraldik ruhig ein bisschen "aggressiver", "wilder" oder "stolzer" daherkommen als die bislang hier gestalteten "süßen Pferdchen". Es gibt die These, dass ein Wappen unter anderem dazu da war, dem Gegner im Turnier gleich mal zu zeigen, was Sache ist. Orientieren kann man sich z. B. an Meistern wie Otto Hupp:

Beispiel
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RobertK.
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von RobertK. » 12.09.2020, 06:00

Guten Morgen Berlingo,

die Hupp'schen Pferde sind in der Tat sehr lebendig und beeindruckend.
Wie aber verhält es sich letztendlich mit der Blasonierung?
Wären Attribute wie "aggressiv", "wild" oder "stolz" überhaupt zu melden?

Beste Grüße
Robert

Rheinländer_
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Rheinländer_ » 12.09.2020, 06:16

Berlingo hat geschrieben:
11.09.2020, 22:52
makue hat geschrieben:
11.09.2020, 21:41
(..) mit dem Ross
Nur eine kleine Bemerkung am Rande: Ein Ross darf in der Heraldik ruhig ein bisschen "aggressiver", "wilder" oder "stolzer" daherkommen als die bislang hier gestalteten "süßen Pferdchen". Es gibt die These, dass ein Wappen unter anderem dazu da war, dem Gegner im Turnier gleich mal zu zeigen, was Sache ist. Orientieren kann man sich z. B. an Meistern wie Otto Hupp:

Beispiel
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Da bin ich ganz bei dir was die These und das Ross angeht (vgl. Verweis auf S. 3). Würde passen...

Rheinländer_
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Rheinländer_ » 12.09.2020, 07:52

makue hat geschrieben:
11.09.2020, 21:41
Guten Abend zusammen,
vielen Dank für diesen weiteren tollen Entwurf, der mir auch sehr gut gefällt. Da ich ein großer Freund von Symmetrie kommt dieser Entwurf auch zu den Favoriten. Ich werde mich wohl zwischen diesem und dem ganz zu Anfang vorgeschlagenen Entwurf von Rheinländer mit dem Ross entscheiden. Jedoch sollte dieser Entwurf dann auch vier rote Balken aufweisen.
Vielen Dank....Ich werde versuchen morgen mal eine aussagekräftigere Skizze mit dem Pferdekopf und roten Balken/Pfählen/Leisten/Lestenstäben oder was auch immer hinzubekommen. Aber künstlerisch wertvoller dürfte das Wappen mit dem Rosenzweig (kein schräglinksbalken belegt mit drei Rosen begleitet von ..... Leisten oder so..) sein. Erinnert mich irgendwie auch an ein altes Wandervogellied (...sein Wappen ist ein Rosenzweig, silberweiß glänzt sein Ross....)

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Tejas552
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Tejas552 » 12.09.2020, 10:04

RobertK. hat geschrieben:
12.09.2020, 06:00

Wie aber verhält es sich letztendlich mit der Blasonierung?
Wären Attribute wie "aggressiv", "wild" oder "stolz" überhaupt zu melden?
Hallo Robert,

das ist eine interessante Frage. Ich glaube, dass diese Attribute nicht im Blason zu melden sind, sondern als gute heraldische Praxis automatisch umgesetzt werden. Ein heralidisches Ross ist nie ein lahmer Gaul oder ein alter Klepper.

Ein Beispiel ist der Pfeil, der den Heidenhut in meinem Wappen durchbohrt. Laut Wappenrolle konnte auf die Angabe der Richtung aus der der Pfeil den Hut durchbohrt verzichtet werden, denn ein Ritter ist mutig und wendet dem Feind nicht den Rücken zu, so dass der Pfeil nur von vorn den Hut durchbohren konnte.

Gruss
Dirk

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Berlingo
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Berlingo » 12.09.2020, 10:50

Tejas552 hat geschrieben:
12.09.2020, 10:04
RobertK. hat geschrieben:
12.09.2020, 06:00

Wie aber verhält es sich letztendlich mit der Blasonierung?
Wären Attribute wie "aggressiv", "wild" oder "stolz" überhaupt zu melden?
Hallo Robert,

das ist eine interessante Frage. Ich glaube, dass diese Attribute nicht im Blason zu melden sind, sondern als gute heraldische Praxis automatisch umgesetzt werden. Ein heralidisches Ross ist nie ein lahmer Gaul oder ein alter Klepper.

Ein Beispiel ist der Pfeil, der den Heidenhut in meinem Wappen durchbohrt. Laut Wappenrolle konnte auf die Angabe der Richtung aus der der Pfeil den Hut durchbohrt verzichtet werden, denn ein Ritter ist mutig und wendet dem Feind nicht den Rücken zu, so dass der Pfeil nur von vorn den Hut durchbohren konnte.

Gruss
Dirk
Dirk hat recht. So ist es in der Praxis.

In der Theorie und in der Wissenschaft gibt es neuerdings aber Überlegungen, dass die klassischen Blasonierungen nicht ausreichen, um Wappen zu beschreiben. Ein kleines, fiktives Gedankenspiel dazu: Will man beispielsweise wissen,

* welche bildgeschichtlichen Unterschiede es genau gab, eine Pferdefigur im 12., 13., 14., 15. ... und so weiter Jahrhundert aufzureisen,
* ja, womöglich, welche regionalen Stilrichtungen in diesen Zeiten wo bevorzugt wurden,
* welche Wechselbeziehungen zu anderen Erscheinungen der jeweiligen Jahrhunderte vorlagen (bildende Kunst, Zeitgeist, Mode ... et cetera),
* welche Unterschiede ein und derselber Künstler in unterschiedlichen Aufrissen bei der Darstellung einer Pferdefigur machte
* ... et cetera
dann reicht die klassische Blasonierung "Pferd" mit ein, zwei Attributen wie "wachsend" und eine Farbangabe bei weitem nicht hin.

Statt dessen sind in einer Wappendatenbank viel mehr wohldefinierte Attribute und Klassen zu hinterlegen, die dabei helfen können, möglichst viele denkbare wissenschaftliche Fragestellungen unmittelbar zu beantworten. Attribute wie "aggressiv", "wild", "stolz", "süß" ... einer möglichen Klasse [Ausdruck] inkl. genauer Bestimmungen, was "aggressiv" von "wild" von "stolz" von "süß" ... etc. unterscheidet, machen dann durchaus Sinn. Die Frage, wie grob-/feingranular solche "neueren" Wappenklassifikationen/-beschreibungen sein sollten, ist meines Wissens Gegenstand von Diskussionen im Bereich digitaler Heraldik bzw. Semantic Web (vgl. dazu beispielsweise https://gedigiupb.hypotheses.org/144).

1001 Grüße

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Kaisertreuer2
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Kaisertreuer2 » 12.09.2020, 12:15

Tejas552 hat geschrieben:
12.09.2020, 10:04
....

Ein Beispiel ist der Pfeil, der den Heidenhut in meinem Wappen durchbohrt. Laut Wappenrolle konnte auf die Angabe der Richtung aus der der Pfeil den Hut durchbohrt verzichtet werden, denn ein Ritter ist mutig und wendet dem Feind nicht den Rücken zu, so dass der Pfeil nur von vorn den Hut durchbohren konnte.
...
Na gut, aber nichts spricht dagegen, daß der Feind nicht so mutig ist und aus dem Hinterhalt von hinten auf den Ritter schießt und seinen Hut trifft.

VG Thorsten

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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von RobertK. » 12.09.2020, 18:02

Hallo,

@ Dirk + Berlingo: Herzlichen Dank für die Erläuterungen.

Beste Grüße
Robert

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Tejas552
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Tejas552 » 13.09.2020, 08:48

Kaisertreuer2 hat geschrieben:
12.09.2020, 12:15
Tejas552 hat geschrieben:
12.09.2020, 10:04
....

Ein Beispiel ist der Pfeil, der den Heidenhut in meinem Wappen durchbohrt. Laut Wappenrolle konnte auf die Angabe der Richtung aus der der Pfeil den Hut durchbohrt verzichtet werden, denn ein Ritter ist mutig und wendet dem Feind nicht den Rücken zu, so dass der Pfeil nur von vorn den Hut durchbohren konnte.
...
Na gut, aber nichts spricht dagegen, daß der Feind nicht so mutig ist und aus dem Hinterhalt von hinten auf den Ritter schießt und seinen Hut trifft.

VG Thorsten
Dagegen spricht tatsächlich nichts. Dann müsste die Richtung aus der der Pfeil kommt aber im Blason genannt werden. Wenn sie nicht genannt wird, kommt der Pfeil aus Blickrichtung des Helmes.

Gruss
Dirk

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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Kaisertreuer2 » 13.09.2020, 09:55

Interessant!
Danke sehr.

VG

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Gerd H.
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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von Gerd H. » 13.09.2020, 13:39

Da wird das Pferdchen aber böse, wenn ihr es nicht niedlich sehen wollt. :wink:

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Hier ist noch ein anderes Pferdchen. Wo könnte ich denn da gestern gewesen sein? Dabeigewesene und Eingeweihte bitte nicht antworten!

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Mit besten Grüssen
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Gerd

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Re: Familienwappen mütterlicherseits

Beitrag von GM » 13.09.2020, 16:30

Da, wo ich leider nicht sein konnte 😎.

Joachim v. Roy
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Familienwappen

Beitrag von Joachim v. Roy » 13.09.2020, 17:10

In P r a g , wo es galt, ein heraldisches Prachtwerk abzuholen?

Freundliche Abendgrüße vom Rhein

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