Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

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Berlingo
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Berlingo » 24.03.2020, 23:55

Tejas552 hat geschrieben:
24.03.2020, 20:47
Ich sages es mal mit Bildern. Dies sind aus meiner Sicht ideale Wappen.
Und hier mal ein Beispiel aus der gleichen Züricher Wappenrolle, welches beide "idealen" Ansätze/Varianten aus meinem obigen Gedankenspiel erfüllt, sowohl die rein ästhetisch-fixierten Kriterien an ein Wappen, als auch eine ideal-redende Motivwahl (oder andere "ideale" Kritierien): Ich denke, vieles spricht dafür, dass das nachstehende Beispiel sowohl die von Dirk als auch die von mir oben angegebenen Wappenzitate in gewisser Weise "toppt". :wink:

Mühlrad im Wappen ''Mülner'' mit redendem Schildbild, welches in der Helmzier wiederholt wird.
Bild

onlyfiftythree
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von onlyfiftythree » 25.03.2020, 00:23

.
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Markus
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Markus » 25.03.2020, 07:31

Der Löwe sieht aus, als trüge er ein Nachthemd. :shock: Humor ist in der Heraldik durchaus nicht verboten.
Heraldische Grüße
Markus

Vollwappen im Wappenindex Greve:
https://www.familie-greve.de/wappeneint ... &wid=72488

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Rheinländer_ » 25.03.2020, 08:11

Falls jemand einen weiteren Blick in die Welt der Züricher Wappenrolle werfen möchte (Falls nicht schon längst bekannt)

Bild
Mehr unter:
https://www.e-codices.unifr.ch/de/snm/A ... uence-1329

Aus meiner Sicht erscheinen die Wappen so klar, weil wenig schnörkelei dabei. Man beachte die aufwändigen Helmdecken....

Zum Thema Helmzier habe ich noch das hier gefunden (Grundwissen der Heraldik, Filip):
Bild

Vielleicht sollte man einfach die Helmzier einfach so gestalten, dass diese einem gefällig ist (?).
Zuletzt geändert von Rheinländer_ am 25.03.2020, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Tejas552
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 08:11

Jochen hat geschrieben:
24.03.2020, 20:51

Der größte gemeinsame Nenner einer "Familienbande" von, sagen wir : 20 Einzelpersonen, ist wahrscheinlich der Schrägbalken oder der wachsende Löwe....

Manchmal muß man einfach mal "machen"...Auch solo...

Ende des Einschubs...
Ich habe natürlich nicht gemeint, dass man eine Umfrage unter allen Familienmitgliedern durchführen muss, obwohl Eike offenbar die Meinung seines Vaters und Grossvaters berücksichtigen möchte. Was ich gemeint habe ist, dass man mit Eigenwilligkeiten (groteske und schillernde Wappenmotive und Helmzierden) den potenziellen Kreis, derer die das Wappen jetzt und künftig führen wollen, reduziert. Deshalb habe ich die Unterscheidung zwischen Personenwappen und Familienwappen gemacht. Beim Personenwappen geht dann von mir aus auch die natürlich dargestellte Blondine in schwarzer Reizwäsche, wie wir sie in einem anderen Thread gerade gesehen haben, als Helmzier. Aber beim Familienwappen sollte man die Befindlichkeiten eines weiteren Kreises von Personen berücksichtigen. Es sei denn es ist einem wurscht ob das Wappen Anklang findet - dann geht auch solo mit allen möglichen Verrücktheiten.

Gruss
Dirk
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Tejas552
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 08:17

Berlingo hat geschrieben:
24.03.2020, 22:55


Ich sage es mal mit Bildern. Dies sind aus meiner Berlingo-Sicht ebenfalls ideale Wappen -- und das, obwohl sie nach der Meinung einiger redend sind und einer Erinnerungs- und Identifizierungskultur an den Familiennamen Ausdruck verleihen. :wink:
Hallo Andreas

ich sagte ja, dass es auch damals schon Ausnahmen gab und die von dir gezeigten Ausnahmen in der Zürcher Wappenrollen sind aus meiner Sicht tatsächlich nicht ideale Wappen. Ich würde sie nicht uneingeschränkt zur Nachahmung empfehlen - die von mir gezeigten schon.

Gruss
Dirk

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Tejas552
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 09:24

Berlingo hat geschrieben:
24.03.2020, 23:55
Tejas552 hat geschrieben:
24.03.2020, 20:47
Ich sages es mal mit Bildern. Dies sind aus meiner Sicht ideale Wappen.
Und hier mal ein Beispiel aus der gleichen Züricher Wappenrolle, welches beide "idealen" Ansätze/Varianten aus meinem obigen Gedankenspiel erfüllt, sowohl die rein ästhetisch-fixierten Kriterien an ein Wappen, als auch eine ideal-redende Motivwahl (oder andere "ideale" Kritierien): Ich denke, vieles spricht dafür, dass das nachstehende Beispiel sowohl die von Dirk als auch die von mir oben angegebenen Wappenzitate in gewisser Weise "toppt". :wink:

Mühlrad im Wappen ''Mülner'' mit redendem Schildbild, welches in der Helmzier wiederholt wird.
Bild
Jetzt bin ich überrascht, ich hätte gedacht, dass Du dieses einfache Mühlrad in der Helmzier als Wiederholung des Schildmotivs auch "sturzlangweilig" findest, denn hier hat doch offenbar niemand seine Phantasie "ausgetobt". Aber da sind wir uns offenbar doch einig. Das Wappen ist perfekt. Wie gesagt, wir vertreten offenbar zwei Pole eines Kontinuums und letztlich liegen die meisten Wappens irgendwo dazwischen (nur hoffentlich etwas näher an meinen Pol :-) Für einen angehenden Stifter ist es sicher gut beide Seiten kennenzulernen.

Gruss
Dirk

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Tejas552
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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 09:29

onlyfiftythree hat geschrieben:
25.03.2020, 00:23
Ich habe mir heute ein paar Wappen angeschaut um mich inspirieren zu lassen.
Ich habe gesehen, dass manche Wappen Ihr Schild Vertikal geteilt haben und die eine Hälfte mit einem Tier (Tierhälfte) verziert haben.

Z.B. Wappen der Stadt Nürnberg

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... rg.svg.png

Zum Beispiel habe ich erst daran gedacht das Schild (Tatzenkreuz im Elbinger Wappen Stil) vertikal zu teilen und auf eine Seite dann die Hälfte eines Löwen.
Somit hätten wir diesen ganzen Bezug der beiden Wappen in einem Schild.

Dann habe ich mich gefragt ob Symbole auch ineinander verschmelzen / übergehen dürfen?

Habe dann eine Skizze angefertigt, welche das Tatzenkreuz horizontal geteilt zeigt (wie vorher auch), nur das die obere Hälfte durch einen Löwen ersetzt wurde, welcher seine Arme zu einem Kreuz spreizt.
(Siehe Skizzen Idee)

Liebe Grüße,
Eike

Bild

Wenn ich ehrlich sein darf, ich finde das Schildbild ist ein Graus. Ein Löwe von vorne ist per se schon ein problematisches Bild. Heraldische Löwen stehen im Profil. Die Darstellung von vorne ist auf Distanz kaum erkennbar und ja, der Löwe sieht aus als wenn er ein Nachthemd trägt.

Gruss
Dirk

PS aber übrigens schön gemalt!
Zuletzt geändert von Tejas552 am 25.03.2020, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von onlyfiftythree » 25.03.2020, 09:41

Das die Skizze nicht perfekt ist ist klar.

Aber dadurch das man den Löwen ehr seitlich malt, hat sich horizontale Teilung ja dann eh geklärt.

Liebe Grüße,
Eike

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 10:07

onlyfiftythree hat geschrieben:
25.03.2020, 09:41
Das die Skizze nicht perfekt ist ist klar.
Bitte nicht falsch verstehen. Die Skizze ist super gemalt. Das Design ist einfach problematisch (bzw. ein Graus). 1. Man kann durchaus eine Raubkatze von vorne zeigen. Dies wird in der Heraldik meistens als Leopard interpretiert. Löwe und Leopard unterscheiden sich nur darin, das ersterer im Profil und der zweite von vorn dargestellt wird.
2. Von einem natürlichen Löwen, wie hier dargestellt, würde ich komplett abraten. Aus meiner (wie Du aus der Diskussion weisst eher konservativen) Sicht, sollten Löwen im Schildbild immer in heraldischer Abstraktion erscheinen.
3. Die Verschmelzung von Kreuz und Löwe will nicht funktionieren. Die Figur sieht tatsächlich aus wie ein Löwe, der ein Nachthemd trägt, und eine andere Umsetzung würde daran vermutlich wenig ändern.

Gruss
Dirk

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Gerd H. » 25.03.2020, 11:07

Tejas552 hat geschrieben:
25.03.2020, 10:07
Die Figur sieht tatsächlich aus wie ein Löwe, der ein Nachthemd trägt....
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ich muss Dirk da zustimmen. Ein Löwe von vorn sieht nicht gut aus, egal wie gut die Zeichnung gemacht ist.
Jochen hat geschrieben:
24.03.2020, 20:51
Der größte gemeinsame Nenner einer "Familienbande" von, sagen wir : 20 Einzelpersonen, ist wahrscheinlich der Schrägbalken oder der wachsende Löwe....

Manchmal muß man einfach mal "machen"...Auch solo...
Da war ich in der glücklichen Lage das gesagt wurde: "Du bist hier der Experte. Mach mal." Ansonsten wären sicher solche Dinge gekommen wie "Ich angle gern. Da muss ein Fisch rein." oder "Ich bin Lehrer. Da muss ein Buch rein." Nun ist es fertig und alle sind damit einverstanden.
Tejas552 hat geschrieben:
25.03.2020, 10:07
Man kann durchaus eine Raubkatze von vorne zeigen. Dies wird in der Heraldik meistens als Leopard interpretiert. Löwe und Leopard unterscheiden sich nur darin, das ersterer im Profil und der zweite von vorn dargestellt wird.
Das ist nicht ganz korrekt. Beim heraldischen Leopard ist der Löwe in Seitenansicht und der Kopf ist dem Betrachter zugewandt.
Mit besten Grüssen
Bild
Gerd

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 12:07

Gerd H. hat geschrieben:
25.03.2020, 11:07
Tejas552 hat geschrieben:
25.03.2020, 10:07
Man kann durchaus eine Raubkatze von vorne zeigen. Dies wird in der Heraldik meistens als Leopard interpretiert. Löwe und Leopard unterscheiden sich nur darin, das ersterer im Profil und der zweite von vorn dargestellt wird.
Das ist nicht ganz korrekt. Beim heraldischen Leopard ist der Löwe in Seitenansicht und der Kopf ist dem Betrachter zugewandt.
Stimmt, eine ganze Raubkatze von vorn ist nie eine gute Idee.
Gruss
Dirk
Zuletzt geändert von Tejas552 am 25.03.2020, 13:02, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Jochen » 25.03.2020, 12:26

Tejas552 hat geschrieben:
25.03.2020, 12:07

[...]

Stimmt, eine ganze Raubkatze von vorn ist nie eine gute Idee.

Gruss
Dirk
Dazu hat es letztes Jahr zu HERALDIK PUR in Hannover einen sehr erfrischenden und sehr anschaulichen Vortrag (nebst Vorführung) von Herrn Dr. Stephan Hauch gegeben.

Dabei ging es um einen frontal dargestellten Löwen in der Helmzier.
Alles Gute all jenen, die Gutes im Schilde führen !

jochen

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 13:06

Jochen hat geschrieben:
25.03.2020, 12:26

Dazu hat es letztes Jahr zu HERALDIK PUR in Hannover einen sehr erfrischenden und sehr anschaulichen Vortrag (nebst Vorführung) von Herrn Dr. Stephan Hauch gegeben.

Dabei ging es um einen frontal dargestellten Löwen in der Helmzier.
Ich hoffe der Referent kam auch zu dem Ergebnis, dass ein Löwe frontal im Schild und auf dem Helm keine gute heraldische Praxis ist.

Gruss
Dirk

PS Ich komme mir langsam vor wie ein heraldischer Taliban oder Wappenfundamentalist, der gegen alle Neuerungen und Abweichungen von der "reinen" Lehre zu Felde zieht. 8)

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Re: Stiftung eines Familienwappens für Familie Kuhn

Beitrag von Tejas552 » 25.03.2020, 13:12

Gerd H. hat geschrieben:
25.03.2020, 11:07
Da war ich in der glücklichen Lage das gesagt wurde: "Du bist hier der Experte. Mach mal." Ansonsten wären sicher solche Dinge gekommen wie "Ich angle gern. Da muss ein Fisch rein." oder "Ich bin Lehrer. Da muss ein Buch rein." Nun ist es fertig und alle sind damit einverstanden.
Mein Cousin ist Admiral der Bundesmarine. Ich bin so froh, dass ich ihm mit der Wappenstiftung zuvor gekommen bin. An ein Wappen mit Ankern und Steuerrudern hätte ich mich nicht gewöhnen können. :D

Gruss
Dirk

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