zur persönl. Wertung von Wappentragenden Erbstücken

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Moderatoren: Markus, Christian Ader

Behält ein wappentragendes Erbstück einen (welchen?) Wert, wenn deutlich wird, dass das gezeigte Wappen nicht der eigenen Familie zuzuordnen ist ???

Für mich behält das Erbstück den selben/einen ähnlichen persönl. Wert !!!
7
64%
Im Nachhinein beinhaltet es dann keinen besonderen, persönl. Wert !!!
4
36%
 
Abstimmungen insgesamt: 11

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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 08.04.2013, 12:33

schmunzel ....

Mein Dank an Herrn Zobel
und "Estrella" für ihren Kommentar. :!:

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man direkt über diesen "Umfrage-Faden" lachen. :mrgreen:

Aber so ist es eben, in den unendlichen Weiten des Internet gibt es eben "Solche" oder auch "Andere". :wink:
Ein jeder hat sein "Steckenpferd" :mrgreen:
www.wappen-billet.de/forum/Steckenpferd.jpg
Die "Sache" ist eben die, ...je länger der "Umfrage-Faden" läuft, um so mehr wird es eben ....... eine unendliche Geschichte und ... lächerlich :!:
..und diesmal ohne Sorry :!:
www.Wappen-Billet.de
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Bodin
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Beitrag von Bodin » 08.04.2013, 13:02

Man kann sich doch dem aufgeworfenen Problem, besser der Fragestellung, vom Sinn der Wörter nähern.

Ein Erbstück ist unstrittig ein Gegenstand, den man von jmd. geerbt, nach dessen Tod erhalten hat." Diese Vase ist ein Erbstück von meiner Großmutter"- z.B.

Aus welchem Material, Wert allgemein, moralischer Wert usw. ist immer subjektiv zu betrachten- für jemanden ist es Trödel und für jemanden ist es nur wertvoll, weil es aus dem Besitz einer bestimmten Person stammt. Dies lässt sich bei Kunstauktionen gut verfolgen. An dieser Betrachtung ändert sich nichts, wenn auf dem Gegenstand Zeichen, Symbole, Buchstaben oder Wappen angebracht sind. es wird ein Gegenstand vererbt- mehr nicht.

Darum kann ich den Sinn der Frage nicht erkennen.

Ist ein Gegenstand mit Wappenabbildung mehr oder weniger wert- als ohne ?

Der Wert für den Erben ergibt sich wohl kaum aus dem Wappen an sich, sondern aus dem Gegenstand und seiner Geschichte- ob mit oder ohne Wappen.

Der Erbe ist nicht Eigentümer des Wappens geworden, sondern nur eines Gegenstandes mit Wappen und diese Abbildung hat in der Regel wenig Einfluss auf den zu erzielenden Preis- es gibt jedoch Ausnahmen.
Wenn der Schrank oben aus dem Nachlass der Familie Hohenzollern wäre, würde ein Sammler vielleicht einen höheren Preis zahlen usw.

Die Begriffe zur Erbschaft allgemein ermöglichen uns genau zu unterscheiden zwischen Gegenstandsvererbung und Vererbung ein Wappen zu führen. In der Regel ererbt man kein Wappen, sondern führt das Wappen seiner Väter weiter- nur Agnaten können es dann weiter vererben d.h. bereits zu Lebzeiten Ihren Nachkommen zur Nutzung überlassen. Cognaten in der 1. Folgegeneration können es nutzen, jedoch nicht vererben, d.h. die Kinder der Mutter führen nicht das Wappen des Vaters der Mutter d.h. ihres Großvaters. Ob dies 2013 sinnvoll ist, kann diskutiert werden, dass es bei alten Wappen so ist, ist unstrittig.

Schönen Tag allen
Ingo Bodin

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Stöcklein
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Beitrag von Stöcklein » 08.04.2013, 13:05

Ich denke das, das hier einen nie endende Geschichte wird. Die subjektiv für mich gesehen keinerlei Nutzen hat. Was der Grund ist warum ich mich nicht beteiligt habe.

Da der Werte einer Sache subjektiv ist. Der Eine zahlt für einen Auto 25000 Euro der Andere Sagt nein das ist mir zu teuer.
Genau so ist das aus meiner Sicht hier. Der Eine wird sagen ah wenn das nichts mit meiner Familie zu tun hat ist mir das auch nicht so wichtig auch wenn Oppi das Ding immer im Arm gewiegt hat. Der Andere sagt, mei der Oppa hat das immer so gern gehabt weil man ihm erzählt hat damit habe es das und das auf sich.
Der Ideelle Wert einer Sache ist nicht messbar darum ist er auch Ideell. Aus diesem Grund haben sie auch wenn sie ein Ergebnis zu ihrer Umfrage haben kein Antwort auf ihre Frage da das jeder für sich selbst individuell entscheiden muss da wir alle Individuen sind.

Estrella
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Beitrag von Estrella » 08.04.2013, 14:59

So sehe ich als Außenstehender das Ganze:

Man hat den Eindruck, gewisse Forenteilnehmer neueren Zugangs hätten dieses schöne, sehr lesenswerte Forum komplett übernommen und die alteingesessenen Heraldiker zu stichwortgebenden Randfiguren bzw. Prügelknaben für eigene Defizite degradiert. Gottlob lassen sich diese den teilweise ungehörigen Jargon nicht bieten - werden aber prompt mit weiteren, quasi endlosen Ergüssen (mit und ohne politische Statements) konfrontiert. Vollkommen nachvollziehbar, dass sich die seriösen Foristen allmählich zurück ziehen.

Aber eben auch sehr, sehr schade. Ich jedenfalls konsultiere HiN erst wieder, wenn ein gepflegter Umgangston und eine seriöse Beschäftigung mit den Themen - so wie in früheren Zeiten - eingekehrt sind. Wünsche allseits einen schönen Tag!

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Markus
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Beitrag von Markus » 08.04.2013, 15:12

Die Dinge schreiten voran. Eine normale Entwicklung, die einen gehen, die anderen kommen und wer einmal als Laie angefangen hat, wird im Laufe der Zeit vielleicht zum Fachmann. HiN existiert nun schon seit so vielen Jahren - im Netz ist das keine Selbstverständlichkeit :!: - dass es dann mal mehr und mal weniger eloquente Phasen gibt - auch das halte ich für normal. Man muss halt auch ein wenig Durchhaltevermögen zeigen und nicht gleich die Broken hinwerfen, wenn einem was quer kommt.

Der allgemeine Umgangston lässt allerdings manchmal zu Wünschen übrig, da kann ich nur zustimmen! Diesbezüglich sind meine Appelle inzwischen Legion! :wink:

PS.
Den Status als "Außenstehende" kann man leicht ändern, in dem man nicht am Beckenrand sitzt und dem Ertrinkenden zusieht, sondern sich aktiv an der Rettung beteiligt. Natürlich ist das eine Zuspitzung! HiN ertrinkt nicht! :wink:
Heraldische Grüße
Markus

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Hämisch Preuß
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Beitrag von Hämisch Preuß » 08.04.2013, 16:04

LIEBE Heraldik-Fangemeinde !!!

Nachdem mich meine Umfrage hier nun schon meine Signatur gekostet hat, welche dann anscheinend einige Monate "stillschweigend erduldet wurde"...
(Danke für die Gedult + Außdauer, wie gesagt, man kann mich immer gern per PN anschreiben!)

...spare ich mir erstmal etwas die Puste, lasse alle Meinungen, die hier zusammen gekommen sind gelten, da es sich, genau Stöcklein, um ein subjektiv bewertetes Thema handelt...

...ich wollte, wiiiiiie geeeesagt noch eins, genau diese subjektiven Meinungen ermitteln + zwar von möglichst vielen Nutzern oben in der Umfrage + nicht von einzelnen zu Hauf hier unten...

Lediglich auf Bodins Frage...
Ist ein Gegenstand mit Wappenabbildung mehr oder weniger wert- als ohne ?
...möchte ich zum besseren, bzw. entgültigen Verständnis meiner Umfrage kurz eingehen.

Da wir uns in einem Heraldikforum befinden, hätte ich sicherlich erst recht auf die Mütze bekommen, wenn ich nach Ommas Waschbrett mit Monogram-Ritzung + dessen persönlicher Wertigkeit gefragt hätte...
...aber Spaß beiseite: Ich denke das die persönliche Wertigkeit eines Erbstücks natürlich nicht nach Wappen-beinhaltend oder nicht zu bewerten ist, deshalb zielte meine Umfrage ja auch nicht darauf ab, sondern ob sich der persönliche Wert eines Wappen-beinhaltenden Erbstücks (für den Besitzer) verändert, wenn bekannt wird, dass eine Verbindung von dem Symbol zur eigenen Familie nicht besteht :!: :!: :!:

(Wer zu viel Zeit hat + mich ärgern möchte, darf gern mal zählen, wie oft ich dieses jetzt bereits ausgeführt habe!?!)

@ Mod.: Gern habe ich meine Signatur "Atomkraft - kielholen !!!" auf ihren Wunsch entfernt, aber Sie dürfen gern mal überlegen, wer hier indirekt moderiert :!:

Weitehin eine erheiternde Woche wünscht der Captain :mrgreen:
- inaktives Mitglied seit 17.04.2013 -

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Markus
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Beitrag von Markus » 08.04.2013, 17:16

Hallo Captain,

schön, dass Sie alle Meinungen gelten lassen....noch schöner, dass Sie Ihre Signatur so lange führen konnten...damit Sie keine Zweifel hegen: Ich schließe jetzt motu proprio diesen Faden. Alles was gesagt werden konnte wurde gesagt, es wurde verstanden und mißverstanden, es wurde gedeutet und mißgedeutet, kurzum ganz frei nach Kohelet: Alles hatte seine Zeit. Die Zeit für diese Diskussion ist jetzt abgelaufen.
Heraldische Grüße
Markus

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