Was sagen Sie zu meinem Wappenentwurf?

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Constantin
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Beitrag von Constantin » 16.09.2006, 17:55

-> Reuther, Jochen


Bitte lesen Sie auch mal meine Texte. Die Farbkorrekturen bringen mir z. Zt. gar nix. Es geht nur ums Schildbild. Und damit habe ich – wie man sieht – meine Probleme. Da brauche ich Hilfe. Dreiberg weglassen?

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Frank J. Reuther
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Beitrag von Frank J. Reuther » 16.09.2006, 18:23

Constantin hat geschrieben:Die Farbkorrekturen bringen mir z. Zt. gar nix.
Mit den vertrackten Farben weiterzumachen, bringt aber sicher noch weniger.
Mit freundlichen Grüßen
Frank J. Reuther, MdH
Quia Dominus dat sapientiam et ex ore eius scientia et prudentia. (Prv 2;6)
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Constantin
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Beitrag von Constantin » 16.09.2006, 18:49

Frank J. Reuther hat geschrieben: Mit den vertrackten Farben weiterzumachen, bringt aber sicher noch weniger.
Aha. Dankeschön.

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Bernhard
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Beitrag von Bernhard » 16.09.2006, 19:05

Und noch eine Wiederholung bereits Gesagten: Helm und Helmzier sollten in die gleiche Richtung blicken. Und damit sind nicht die Augen, sondern damit ist der Körper gemeint. Die Füße des Viechs auf dem Helm stehen wie die Füße des Helm-Trägers. Zu Ihrer Eule paßt ein Helm im Profil und ein geneigter Schild z. B. Das hat Ihnen übrigens schon mal jemand gesagt.

Ich kann mich des Gefühles nicht erwehren, daß es das Beste für Sie wäre, einen erfahrenen Heraldiker zu beauftragen, sich am besten so wenig wie möglich einzumischen und in der Zeit, wo er am Zeichenbrett schwitzt, in Ruhe Musik zu machen. Denn davon verstehen Sie mit Sicherheit mehr. Sie brauchen keine kleinen Fingerzeige und Tips, sondern einen Komplett-Service.

Und ich bin überzeugt, so was Ähnliches würden Sie auch zu mir sagen, wenn ich plötzlich anfinge zu komponieren oder Geige zu spielen. Aber ich gebe wenigstens offen zu, daß ich von Musik auch überhaupt nichts verstehe.

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Claus J.Billet
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hm...

Beitrag von Claus J.Billet » 16.09.2006, 21:26

Seit nunmehr 9 Seiten ( und schon letztes Jahr ) wird hier an einem Entwurf "herumgedoktort"...und keiner merkt, daß der "Patient" schon längst gestorben ist. :cry:
Alles was jetzt noch kommt, "verschlimmbessert" die Grundidee nur noch.
Es wäre "Constantin" dringend anzuraten, die Hinweise unter
"Eine Einführung in die Heraldik" nochmals und evtl. mehrmals durchzulesen, oder noch besser, sich das Handbuch
"Die Wappenfibel" anzuschaffen.
Ansonsten hege ich die Befürchtung, bei aller gutgemeinten Hilfestellung hier im Forum, daß das Wappen des "Constantin"
auch am "Sanktnimmerleinstag" noch nicht aus der Taufe gehoben werden kann. :!: :oops:
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Kevin
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Re: hm...

Beitrag von Kevin » 16.09.2006, 22:08

Claus J.Billet hat geschrieben:Seit nunmehr 9 Seiten ( und schon letztes Jahr ) wird hier an einem Entwurf "herumgedoktort"...und keiner merkt, daß der "Patient" schon längst gestorben ist. :cry:
Alles was jetzt noch kommt, "verschlimmbessert" die Grundidee nur noch.
Es wäre "Constantin" dringend anzuraten, die Hinweise unter
"Eine Einführung in die Heraldik" nochmals und evtl. mehrmals durchzulesen, oder noch besser, sich das Handbuch
"Die Wappenfibel" anzuschaffen.
Ansonsten hege ich die Befürchtung, bei aller gutgemeinten Hilfestellung hier im Forum, daß das Wappen des "Constantin"
auch am "Sanktnimmerleinstag" noch nicht aus der Taufe gehoben werden kann. :!: :oops:
Bild
schönes Oxymoron, Herr Billet...

ja also da kann ich ihnen nur zustimmen... ich musste mich auch erstmal besinnen bis ich bemerkte das meine Entwürf nich wirklich das wahre warn..

ich finde der schwan ist nicht wichtig... ich wollte damals irgendwas von Mechlenburg (da kommt meine mutter und ihre Fam. her) mit reinbringen, mir wurde aber bewusst, dass ein wappen eh nur von der mänlichen Linie weitervererbt wird und das diese männliche Linie viel wichtiger ist.... Konzentrie dich also bitte darauf.. Woher kommt der Mannesstamm? typische Berufe? Evtl. eigenschaften deiner familie, hat sie was besonderes was die familie ausmacht?

tragen wir nochmal zusammen...

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Bernhard
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Re: hm...

Beitrag von Bernhard » 16.09.2006, 22:26

Claus J.Billet hat geschrieben:...und keiner merkt, daß der "Patient" schon längst gestorben ist. :cry:
Gut: Constantin kauft sich ein Buch, liest es aufmerksam und kontaktiert danach einen Profi, und wir schließen einfach den Thread. R.I.P.

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Jochen
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Beitrag von Jochen » 16.09.2006, 22:38

Herr Billet hat uneingeschränkt recht, ohne Besinnung auf die heraldischen Grundsätze kommen wir hier nicht weiter.

Es ist im weiteren ein wenig ermüdend, stets und ständig über Symbolik zu schwadronieren

"Meine Familie kommt aus Gurkenhausen, ich brauche unbedingt zwei gekreuzte Gurken im Wappen."

"Mein Oppa war Großknecht auf einem Hof in Altniederdumpfbrunn. Also, ein Dreschflegel und der Mehlsack von Altniederdumpfbrunn, wenn die nicht im Schild auftauchen, dann schrei ich...."

So geht das nicht, das ist wohl klar. Am besten, wie Bernhard das schon gesagt hat, verständigt man sich mit einem Heraldiker und läßt sich beraten. Viele Köche verderben im übrigen den Brei.....
Alles Gute all jenen, die Gutes im Schilde führen !

jochen

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Apri
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Beitrag von Apri » 16.09.2006, 23:48

@Constantin
Wenden Sie sich doch einfach an einen Heraldiker. Ein reiner Grafiker hilft ihnen nicht weiter. Oder besser an eine von ihnen ausgesuchte Wappenrolle, die ihnen dann einen Heraldiker empfiehlt.
Es gibt reine Online Wappenrollen oder die gedruckten Fassungen.
Sicher sollten Sie sich Gedanken machen und auch ein paar Entwürfe machen ist nicht verboten. Schildhalter können Sie später nutzen, - wenns denn sein muss. :-)

Ich kann ihren Ärger verstehen, doch rate ich auch ein Fachbuch zu lesen.

Schöne Grüsse
MfG

D.Stys

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Beitrag von Constantin » 17.09.2006, 01:06

Apri hat geschrieben: Ich kann ihren Ärger verstehen

Ich bin keineswegs ärgerlich, keine Sorge. Und womöglich helfen die 9 Seiten (mit sage und schreibe 12 644 Aufrufen) ja auch anderen Leuten. Übrigens war und bin ich für viele gutgemeinte Hinweise dankbar und versuchte auch gewissentlich, sie umzusetzen. Es sind unterschiedliche – und sogar wenige auf Zustimmung gestoßene – Entwürfe dabei entstanden; – insofern war es durchaus lehrreich für mich, und hoffentlich auch für andere. Auch kann man ja erkennen, dass die Meinungen mitunter geteilt waren, wie am Schluss. Und auch die wenigen patzigen Kommentare hier machen mir das Leben nicht schwer. Ich denke, ich schließe hier, sonst macht es nämlich der Herr Billet!

Grüße
Constantin

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GM
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Beitrag von GM » 17.09.2006, 02:56

Constantin hat geschrieben:... Ich denke, ich schließe hier, sonst macht es nämlich der Herr Billet! ...
Nein, das macht jetzt allenfalls der Herr Theising.
Ich finde Bernhards Vergleich nicht schlecht. Auch ich kann kaum eine Melodie pfeifen, geschweige denn singen oder gar ein Instrument bedienen. Dies bedaure ich hin und wieder, finde mich aber damit ab, da es anscheinend zum kosmischen Plan gehört :wink: .
Lassen Sie Ihren Wunsch nach einem Wappen nicht an der mangelnden eigenen Fähigkeit zur Umsetzung scheitern - niemand kann alles (und wenn ich mal eine Oper benötige werde ich mich an Sie wenden).
Ergo schliesse ich mich meinen Vorrednern an und empfehle ebenfalls die Konsultation eines Fachmanns/einer Fachfrau - wie den Klempner bei verstopftem Abfluss, den Schreiner bei klemmenden Türen und den Schlosser bei versperrter Wohungstür :wink: .

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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 17.09.2006, 09:53

@ Constantin

Zitat:
Ich denke, ich schließe hier, sonst macht es nämlich der Herr Billet!

Keine Sorge, daran hätte ich nicht gedacht :!: :lol:
( Zum anderen bin ich kein Moderator mehr, da ich mich aus dem Forum etwas zurückgezogen habe)

Zitat:
Und auch die wenigen patzigen Kommentare hier machen mir das Leben nicht schwer.

Keiner der hier Schreibenden will Ihnen was :!:
Jedoch ist ein "offenes Wort" doch oft besser :lol:

Es geht einzig und alleine um die Ihnen angedachte Hilfestellung bei der Gestaltung Ihres Wappens. Es entsteht, nach den unendlich vielen Postings, der Eindruck, daß Sie die Grundzüge der Wappengestaltung noch nicht "intus" haben.
Die vielfältig gut gemeinten Hinweise, die Ihnen gegeben wurden, scheinen Sie eher etwas verwirrt zu haben.
Ohne die Grundkenntnisse der Heraldik, als Basis für Ihre Wappengestaltung, werden Sie allerdings scheitern.
Es wird Ihnen gerne hier im Forum Hilfestellung gegeben, wie Sie ja bereits feststellen konnten, wenn jedoch die Hinweise falsch verstanden oder interpretiert werden, ist alle Mühe vergebens.
Daher mein Rat, lesen Sie die "Wappenfibel"....
dann klappt es auch mit der Nachbarin :lol: ...äh...der Wappengestaltung :!: :lol:

hüstel...Wie will ich etwas Komponieren...
wenn ich nicht mal die Noten lesen kann :?: :lol:
:oops:
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M. Waas
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Beitrag von M. Waas » 18.09.2006, 06:37

Bernhard hat geschrieben:Und weil - wie oben bereits erläutert - solche mehrfeldrigen Wappen historisch aus der Zusammenfügung einzelner Teilwappen entstanden - wirkt Ihr Entwurf auch durch die Zweifarbigkeit irgendwie blutleer. Es ist und bleibt - mit Verlaub - amateurhaftes Stückwerk.
Sorry, aber historisch gesehen ist die Aussage falsch, auch wenn Sie hier durch das Forum geistert und auch durch einige Bücher.

Die Quadrierung ist ein einfaches Heroldsstück, wie der Balken oder der Pfahl. Kein Gedanke an Wappenzusammenführung.
Im Hochmittelalter gab man den Wappen eine bestimmte Wertigkeit, Vornehmheit.
Als erstes und vornehmstes kam der ledige Schild (nur eine Tinktur) , den man einigen Rittern der Tafelrunde andichtete.
Dann folgte der Schild zu einem Platz mit einer oder mehreren gemeinen Figuren, Hl. röm. Reich, Frankreich, England z.B.!
Dann kam in der Rangfolge der Schild mit einem Heroldsstück, wobei es da auch eine Wertigkeit gab. Der vornehmste war der Schild mit einem Kreuz, dann kam das Schildhaupt, gefolgt von Pfahl und Balken. Diese Heroldsstücke heißen heute noch in England "Most Honourable Ordinary". Erst dann kommen in der Rangfolge die "Sub oder Plain Ordinaries" (minderen Heroldsstücke) worunter auch die Quadrierung fällt - auf dem letzten und 9. Platz. Also kein Gedanke daran, daß eine Quadrierung ein Wappen aufwertet. Diese Wertigkeit gibt es in England heute noch, weshalb der Sparren, als niedrigstes Honourable Ordinary, sehr häufig Verwendung findet.
Als das Wappen mehr oder weniger zum Territorial- und Besitzzeichen wurde, ab da kann man erst von Wappenzusammenführung sprechen. Wobei die ersten dieser Wappen auch mehr Anspruchswappen (Erinnerungswappen) waren, die mit keinem wirklichen territorialen Bestitz zusammenhingen, Bsp. Kgr. Jerusalem!

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Bernhard
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Beitrag von Bernhard » 18.09.2006, 07:37

Sehr geehrter Herr Waas, wir sprechen, glaube ich, gerade von unterschiedlichen Entwürfen. Mein Kommentar bezieht sich auf den mit drei Feldern mit drei unabhängigen Bildern und selbständigen Inhalten. Eine Vierung kann ich nicht erkennen.

Eine typische Komposition mit der selben Schildaufteilung, in neuerer Zeit "historisch" entstanden aus der Zusammenfügung von 3 Elementen, ist das Landeswappen Rheinland-Pfalz. Diese Assoziation liegt bei meinem Wohnort nahe.

Selbstverständlich ist die Vierung - unabhängig vom Rang - eines der schönsten und ältesten Heroldsbilder. Vgl. Hohenzollern, Castell etc.

Ich danke Ihnen, daß Sie die Schönheit und den Stellenwert der einfachen, alten Heroldsstücke hier noch einmal herausgestrichen haben. Gerade die einfachen Wappen können und sollen uns immer Vorbild sein.

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