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Der Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen

Verfasst: 10.03.2014, 13:27
von Joachim v. Roy
Zu dieser Anfrage
http://forum.ahnenforschung.net/showthr ... post724421
darf ergänzend angemerkt werden:

Die Angabe, daß ein „Wirt“ jemand war, der als ein „freier Landwirt“ auf einer eigenen (oder gepachteten) Scholle saß, ist nur bedingt richtig. In Ost- und Westpreußen konnten sich hinter der allumfassenden und wenig präzisen Bezeichnung „Wirt“ sowohl ein vermögender Handelsherr als auch ein Fabrik- oder ein Rittergutsbesitzer, ein Hotelbesitzer und ein tüchtiger Bauer, der Besitzer (oder Pächter) eines Kruges oder einer Mühle sowie der auf eigene Rechnung wirtschaftende Kommandeur eines Regiments verbergen. Wichtig war, daß all diese Männer (und Frauen!) „tüchtige Wirte“ (bzw. Wirtinnen) waren. - Richtig ist, daß die nordöstlich von Heiligenbeil gelegenen Orte Windkeim (1933: 307 Einwohner), Windtkeim (1933: 85 Einwohner) und Bladiau (1933: 1.228 Einwohner) ) heute zum russischen Teil Ostpreußens gehören.

Freundliche Grüße vom Rhein

Verfasst: 10.03.2014, 16:16
von Frank Martinoff
... das kann ich nur bestätigen,

siehe 1840

Bild

Die Familie Schirrmacher in Ostpreußen

Verfasst: 10.03.2014, 19:46
von Joachim v. Roy
Nachtrag

Ein PETER SCHIRRMACHER legte 1 7 1 7 - gemeinsam mit zahlreichen „Bürgern und Einwohnern“ der Stadt Heiligenbeil in den Monaten September und Oktober („zu unterschiedlicher Zeit“) - im Rathaus zu Heiligenbeil den „Erb-Eyd“ auf seinen Landesherrn, den König von Preußen ab (Quelle: Diehlmann, Erbhuldigungsakten … 1678-1737, Hamburg 1992, S. 350).

Bereits am 18. April 1 6 1 1 trat ein Schüler MARTIN SCHERRMACHER in die Klasse Germanica Inferior des Elbinger Gymnasiums ein. Ihm folgte der 9jährige Schüler JOHANN GOTTFRIED SCHERMACHER ELBINGENSIS, welcher am 8. Mai 1 7 6 0 in die Klasse VII Inferior des Elbinger Gymnasiums eintrat (Quelle: Abs, Matrikel des Gymnasiums zu Elbing, Danzig 1936-44). Abs zufolge gehörten die beiden Schüler zu der in Elbing ansässigen Familie SCHIRMACHER.

MfG

Re:

Verfasst: 07.03.2015, 14:01
von Frank Martinoff
Frank Martinoff hat geschrieben:... das kann ich nur bestätigen,

siehe 1840

Bild
dies ist der selbe Wirth, am 9.4.1846


Bild

"Zeugwärter"

Verfasst: 07.03.2015, 19:12
von Joachim v. Roy
Das waren noch Zeiten, als man sich e r g e b e n s t an die Öffentlichkeit wandte !

Welche Tätigkeit, bitte schön, übte ein akademischer „Zeugwärter“ aus ? War er in einem militärischen Zeughaus beschäftigt oder stand er einer staatlichen oder städtischen Tuchhalle vor?

Freundliche Grüße vom Rhein

Re: Zeugwärter

Verfasst: 08.03.2015, 01:16
von Frank Martinoff
... wie ich das beurteile, war das ein rein "militärisches" Zeughaus,
bin erst vor kurzem darauf gestoßen ... denn es lag in der Gartenstr.-gasse Nr. 1,
wenn ich es nochmals finde, stelle ich es gerne ein ... es würde mich auch interessieren!
:idea:

...wie Sie vielleicht an den blauen Suchergebnissen erkannten, fand ich es nur
durch Umwege ... "Martin ow" :!: im letzteren war es sogar "Marlin ow"!

Re: Der Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen

Verfasst: 08.03.2015, 02:09
von Frank Martinoff
... aber es würde mich wirklich nicht wundern,
wenn er in beiden Bereichen tätig war!

Re: Zeugwärter, Titular-Rath, Artilerrie Capitain

Verfasst: 08.03.2015, 02:46
von Frank Martinoff
habe nochmals nachgeschaut ...

Artillerie Scheune - Kaiserliche Gartenstr. 1 - Vorburg

Martinow Artillerie Capitain -Kaiserliche Gartenstr. 6 - Vorburg
M. Martinow geb. Schneider, Tit. Räthin daselbst

http://abload.de/img/martinowartilleriecapojsw8.jpg
Bild


aus ""Systematisch geordnetes Adressbuch der Stadt Riga auf das Jahr 1846 (1846)"""

Re: Artillerie

Verfasst: 08.03.2015, 03:16
von Frank Martinoff
ob deshalb später Johann und Eduard eine Patronen u. Zündkäpchen-Munitions-Waffenfabrik gründeten,
mit Ablegern in Belgien und den USA,... wäre zu vermuten, bin mir aber nicht sicher!

Re: Re:

Verfasst: 08.03.2015, 03:56
von Frank Martinoff

Re: Artillerie

Verfasst: 10.03.2015, 12:31
von Frank Martinoff

Verfasst: 10.03.2015, 13:21
von Joachim v. Roy
Herr M a r t i n o f f aus R i g a und sein Moskauer Kollege „weisen scharfe Jagd-Patronenhülsen und Revolver-Patronen vor“.

MfG

Re: Der Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen

Verfasst: 10.03.2015, 13:25
von Frank Martinoff
... und in den Staaten verkauften Sie auch noch "Waffen",
muß es aber erst wieder finden!
:!:

Re: Der Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen

Verfasst: 10.03.2015, 22:50
von Frank Martinoff
... ich glaube nicht, dass man das erst fünf Jahre später ausgeschrieben hatte ...
1851
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno? ... nno-search

.... die Artillerie Scheune lag im "Kronsgebäude" ???

https://books.google.de/books?id=IMVKAA ... 360&edge=0

Verfasst: 11.03.2015, 09:12
von Joachim v. Roy
„Kronsgebäude“, weil es sich hier um eine dem S t a a t , also der russischen K r o n e gehörende Liegenschaft handelte.

MfG