Wer weis was über meinen Nahmen?

Hier ist der richtige Ort, um über Stammbäume und die Herkunft von Namen zu diskutieren
This is the location to discuss family trees and the origin of names

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guenikirsch
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Wer weis was über meinen Nahmen?

Beitrag von guenikirsch » 10.03.2009, 21:11

Ich suche etwas über den Namen Kirschnick , meine Großeltern stammen von Ostpreußen.
Wer kann mir etwas darüber berichten?
Ich würde mich über eine Antwort freuen.
Mit jeden Erfolg,den man hat,schafft man sich einen Feind. Man muss im Mittelmaß stehen um beliebt zu sein.

Joachim v. Roy
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Die ostpreußischen Familien Kirschnick

Beitrag von Joachim v. Roy » 11.03.2009, 21:05

Anmerkung

Den Familiennamen KIRSCHNICK (seltener KIRSCHNECK, KIRSCHNING) gab es in der Tat nur in O s t p r e u ß e n. Hier findet man Träger dieses Namens im Raum Königsberg (1699 in der Altstadt und ab 1792 im Stadtteil Haberberg, ab 1770 in Brasdorf, 1801 in Mahnsfeld), im Raum Preußisch Eylau (ab 1692 in Kanditten, 1705 in Augam, um 1719 in Trinkheim, 1798 in Landsberg), im Raum Elbing (ab 1692 in Lenzen, 1847 in der Stadt Elbing), um 1725 in der Stadt Memel, im Raum Preußisch Holland (1777 in Ebersbach, ab 1806 in Lauck, 1852 in der Stadt Pr. Holland), im Raum Heiligenbeil (1753 in Bladiau, 1752 in Schönfeld, 1875 in Hermsdorf), ab 1769 in der Stadt Bartenstein (Kirchenbuch St. Johann), ab 1803 in Marggrabowa, ab 1838 in Grünhayn im späteren Kreis Wehlau und 1858 in Liebstadt usw.

Am 18. September 1717 huldigte der Bäcker ABRAHAM KIRSCHNECK - gemeinsam mit den anderen Bürgern der Stadt Zinthen – seinem Landesherrn, dem König von Preußen.

Von dem Beruf des Kürschners dürfte der Familienname KIRSCHNICK wohl nicht hergeleitet worden sein. Hier würde ich eher an einen prussischen oder polnischen Ursprung des Namens denken (vgl. das poln. Wort „kierznia“ = das Butterfaß). So mögen die Kirschnicks einst Butter hergestellt oder mit Butter Handel getrieben haben.


Freundliche Grüße vom Rhein

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guenikirsch
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Kirschnick

Beitrag von guenikirsch » 11.03.2009, 21:32

Vielen Dank für die Auskunft.
Meine Großeltern waren tatsächlich in der Nähe von Königsberg ansässig.Nach dem 2. Weltkrieg 1945 wurden Sie nach Magdeburg ausgesiedelt.
Ich würde gerne ein Familienwappen erstellen, was muß ich dafür noch in Erfahrung bringen.

Schöne Grüße aus Nettetal
Mit jeden Erfolg,den man hat,schafft man sich einen Feind. Man muss im Mittelmaß stehen um beliebt zu sein.

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Magistri
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Beitrag von Magistri » 15.03.2009, 09:54

Ich würde mal sagen, führe Deine Ahnenforschung bis in die 5./6. Generation fort, damit wir Einblicke gewinnen zu Wohnorten, Berufen,
Auszeichnungen usw. Das Wappen soll ja etwas zu Deiner Familie aussagen,
wenn Du denn ein redendes Wappen wünschst.


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Beitrag von countrytrucker8 » 17.03.2009, 09:25

Magistri :shock: ,
um ein redendes Wappen zu schaffen brauchst Du weder das eine noch das andere. Ein redendes Wappen ist eine versinnbildlichung des Familiennamens, also etwas das den Namen darstellt, direkt oder symbolisch und zwar ohne dem Betrachter große Rätsel aufzugeben. Dafür braucht man keine Familienforschung. Da dieses jedoch nicht immer möglich ist sollte wirklich Ahnenforschung betrieben werden um mehr über seine Familie zu erfahren und diese Kenntnisse mit einfließen zu lassen. Außerdem stolpert man vielleicht dabei über ein bereits existierendes Wappen.
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Hendrik Kutzke
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Re: Die ostpreußischen Familien Kirschnick

Beitrag von Hendrik Kutzke » 20.03.2009, 22:33

Joachim v. Roy hat geschrieben:Hier würde ich eher an einen prussischen oder polnischen Ursprung des Namens denken (vgl. das poln. Wort „kierznia“ = das Butterfaß). So mögen die Kirschnicks einst Butter hergestellt oder mit Butter Handel getrieben haben.
Joachim, da kann ich nicht folgen.
Aus meine Erfahrung sind FN mit der Endung <-nick> bezogen auf einen PN oder ÖN (Örtlichkeitsname, Wohnstättenname).
Ich würde also einen Wohnstättennamen favorisieren Kirschnick = Kersenick.

Hendrik Kutzke

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